Vor kurzem war ich wieder mal im Forum von dancehallmusic.de unterwegs und habe dieses Thema »Paar Fragen über Patois« gefunden und konnte mir einige Schmunzeleinheiten nicht verkneifen. Da wurde diskutiert wann man »di« »de« etc. sagt und vor allem wie man es schreibt. Nachdem ich mich also durch alle Antworten gekämpft habe kam mir ein Gedanke. Patois ist ok, aber wie steht es um die Dialekte hier inna Germoney oder in den benachbarten deutschsprachigen Ländern Österreich und Schweiz? Meine Behauptung: die Bayern sind die Jamaikaner Deutschlands!
Als Antwort kam von »the-M« im Dancehallmusic Forum folgendes: »Wenn die Bayern die Jamaikaner Deutschlands sind, dann sind die Pfälzer die Trinis Deutschlands.
Gestartet hat das alles mit einem Gedicht einer bayrischen Dichterin namens »Emmi Klotz«. Ihr Gedicht habe ich als Vorlage gegeben und nun wird versucht das Gedicht in alle möglichen Dialekte zu übertragen. Also haltet euch ran und macht mit. Das ist der »offizielle« Dialektbeitrag des revolution Magazins zur Erhaltung der Dialekte. Wer sind die Jamaikaner, Trinis, Dominikaner, Cubaner,... Deutschlands?
Hier das Gedicht. Wer Lust hat mitzumachen übersetzt das Gedicht in seinen/ihren Dialekt und veröffentlicht es hier als Kommentar. Zuerst einmal die (hoffentlich) hochdeutsche Version des Gedichtes:
Hochdeutsch (Versuch)
Eigentlich sind einem die, die nicht viel sagen
lieber als die, die immer reden.
Obwohl viel von denen die nicht viel sagen
sind auch nur so ruhig weil sie nichts wissen
Ganz verschieden sind die Menschen.
Bayrisch:
eigendli san am di di ned vui sagn
liaba als wie di di immer redn
obwoi vui von denen de ned vui sagn
san a bloss so schdad weiss nix wissen
ganz verschieden sans dleid
Pfälzisch:
Eichendlich sin em di di ned viel schwalln
lieber wie di wo laufend schwalln
Obwohl a haufe von dänne di ned laufend schwalln
bloos nix saan weilse nix wisse (od: es maul bloos ned uff grien weil…)
All unnerschiedlich sinnse di leid.
Berlinerisch:
Weeßte, an sich sin eim die, wat nich so vülle quatschn,
direkt ma lieber als die, die ein imma jleich vollschwalln
Aba von die, die nich so vülle quasseln,
sind die meißtn ooch bloß so ruhich wall se von nix keen blassn (oder keen Ahnismus) nich ham
Aba anners sin se sowieso alle.
Alpen Patois (Österreich)
Aigntli san am de de ned vü schmaddern
liawa ois de de oiwei schwaddern
Obwoi an haufn von de di ned oiwei schmaddern
nua nixig sogn weis nix wissn (od. de pappm ned aufkriagn)
A jeda wira mog, so sans de leid…
Schwäbisch
Oigendlich sind oim dia dia it viel ummanand schwätzet
liabor wie dia dia allewail blos rumm schwätzet
au wenn von denne dia it viel ummanand schwätzet
sin au blos so weil se nix wisset
Vorschiada sind dia leit
Wer kann das Gedicht in seinen Dialekt übersetzen? Bitte einfach als Kommentar hier veröffentlichen, dann werden wir sehen, welcher Dialekt welchem Land oder welcher Insel am nächsten kommt:-)
















Andrés meint dazu am
24.07.2007 um 9:44 h
Hessisch
Eischendlisch sin om di, di net viel sage
liewer als di, di immer rredde.
obwohl viele von denne, di net viel sage
sin a nur ruhisch weil se nix wisse
ganz verschiede sin di mensche.
Bawwelschnuud meint dazu am
24.07.2007 um 12:21 h
Noch hessischer
Eischendlisch sin ahm di, di net viel babbele
liewer als wie di, di immer schwätze duhn.
Awwer en Haufe vun denne, di net viel babbele
hahle ah nur ihr gosch, weil se nix im knorrn häwwe.
gonz annersder sin di leid ja eh.
krischtel meint dazu am
24.07.2007 um 13:19 h
Rhoihessisch (Rheinhessen)
Eischentlich sin anem die, die net viel babbeln
libber als die, die immer redde.
Obwohl viel von denne die net viel sache
sin ach nur so ruhisch weil se nix wisse.
Ganz verschidde sin die Mensche.
(ähnlich dem Hessisch)
Philipp meint dazu am
24.07.2007 um 14:09 h
Enkel von Oberösterreichischen Agrarökonomen (Bauern)
eigenli san oan di di nit zfü sagn
liaba ois wöche di di imma schnoddan
obwaö vü vo de di nit vü sogn
san a bloss so lachs wös nix kneißn
gonz vaschiedn san d’leid
Da Steffe meint dazu am
24.07.2007 um 16:12 h
Ur – Bayerisch: ;-)
Eigentli han am de, de ned vui sagn
liaba ois de, de imma redn.
Obwoi vui vo dene de ned vui sagn
han aa nur so ruhig weil’s nix wissn dan.
A so verschiedn han’s de Menschn.
I-joah meint dazu am
01.08.2007 um 2:06 h
(ost saarland)
eichendlich sin enem di, di net viel saan, liewer
wie die, wo immer am baddschele sinn.
obwohl viel funn denne wo ned viel saan
sinn a nur ruich weil se nix wisse
Ganz verschieden die Mensche
Josef meint dazu am
20.08.2007 um 16:21 h
Rhönerisch(Bayern,Thüringen,Hessen)
Ächentlich sen em dey,die net vül söbe libber ols dey,
dey ümmer schmarre.
Obwurl vül vo denne die net vül söbe sen
ach nau sou ruich well se ners wisse
gonz verschidde sense die Mönsche
UESU meint dazu am
20.09.2007 um 15:35 h
eigentlech si eim die wo nid vieu säge
lieber aus die wo immer schnurre.
obwou vieu vo dene wo nid vieu z’säge hei
o numme so ruhig si wie si nüd z’säge hei
dMönsche si ganz verschiede
UESU meint dazu am
20.09.2007 um 15:36 h
im Fall war das original BERN-DEUTSCH
Daniel meint dazu am
21.09.2007 um 16:45 h
Würde bei pfälzisch babbeln anstatt schwalln nehmen ;)
greetz
Marcel F. meint dazu am
22.12.2007 um 21:12 h
Hamburgisch:
Eigendlich sin eim die Lüdd, die net so viel quasseln
liever as die Lüdd, die immerzu quasseln don.
Wobei viele von dähn, die net quasseln
uuch nur sstill sin wail se nix wissen don.
Dodal väschiedn sin die Lüdd.
Karin meint dazu am
16.01.2008 um 22:29 h
schwäbisch (Stuttgart)
Eigentlich sen oim die, die net viel saget
liaber als die, die emmer schwätzet.
Obwohl, viele von dene, die net viel saget
sen au bloß so ruich, weil se nix wisset
Ganz verschiada sen d’ Leit.
Sticky Herb meint dazu am
24.02.2008 um 0:36 h
Oberösterreich Stadtdialekt…
Eigndlich san am de dee ned so vü sogn
liaba ois de dee imma redn.
obwoi vü vo denan de ned vü sogn
san a nur so ruig wei’s (wäu’s) nix wissen
Gaunz vaschiedn san de leid…
Larasoft meint dazu am
05.03.2008 um 18:25 h
Ein kleines Dorf, irgendwo im Westerwald …
Eijendlisch sin enem di, di net vill schwätzen
leewer als di, di ömmer wat saahn.
Obwuhl vill von däennen, di net vill schwätzen
sin och nur su rööhsch weill se nixen wössen.
Ganz unnerschiedlich sen die Leu.
Caro meint dazu am
18.05.2008 um 20:25 h
Neimak in der Oberpfalz….
« Eigentlich san oam dy, dy nird vü song
leywa ois dy, dy awa ren.
Obwoi vü vo dene dy nird vü song
san a blous so ruhich wis nix wissn.
Ganz schei vaschien san di Leid!
Diego meint dazu am
20.11.2008 um 0:44 h
Eigenddlich sind einäm diä, wo nöd so vill säged
liäber als diä, wo zvill schnurred
obwohl vill vo däne wo nöd vill säged
sind au numä so ruig will sie nüüt wüssed
totaal verschidä sind d’mänsche
Dialekt aus Zürich
:)
Iriesami meint dazu am
08.12.2008 um 20:08 h
Ja Bern-Deutsch – oder ebe Bärndütsch
Ist ja scho drinn, also schreib ich wie die Zürcher:
Eigentli hätme diä lieber wo nöd vil säged
als die wo immer lafered
obwohl vil vo dänä wo nüt säged so rueig sind,
will si nüt wüssed.
Wer gerne schweizerdeutschen Dialekt im Reggae hat,sollte meine Band anhören, einfach auf mein NICKNAME CLICKEN!
Paul meint dazu am
15.04.2009 um 18:52 h
Rostock:
An un fö süch komm eim die lässigä, die nich sou viel rejdn, als die, die andauän rejdn.
Obwoul viel von dejn, die nix sogn, sin auch sou ruich weil se nix wissn
ganz väschiedn sin die menschn …
allä, doä krich ich die kriese, wenn ich sou n beschüssnen kram übäsätzn soll, dejn hiä keinä nichma auffe idee kommt, wat solchn kram zu sagn.
un bayern sin auch nich die jamaikanä deutschlands – dat sind ja wohl die ossis – odä wem hamse dat land geklaut?
Esther meint dazu am
03.08.2009 um 21:24 h
Züri-Dütsch
Äigetli sind eim diene, wo nöd vil säged
Lieber als die, wo immer schnurred.
Wobi vil vo dene wo nöd vil säged
Au nur so stillä sind, will si nüt wüssed
Komplett versdchiedä sind dMänsche
(Und doch sind mir alli Mänsche!)