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Richie Spice - In the streets to Africa


Richie Spice - In the streets to africa - reggae magazin revolutionSeit ein paar Wochen schon läuft das Album rauf und runter, vor und zurück. Ich versuche mich zu konzentrieren. Nach dem Album »Spice in your life« liegt die Messlatte sehr sehr hoch. Ja, auf einmal war er da der Richie. Mit Hymnen wie z.B. »Earth A Run Red« und »Marijuana« hielt er noch vor gar nicht allzu langer Zeit die Tanzhallen in Bewegung. Jetzt macht er sich auf Richtung Afrika…

Oft schon musste ich lesen, dass Richie Spice wie »Phönix aus der Asche« plötzlich da war. An anderer Stelle lese ich, dass Richie Spice masslos überbewertet wird und gar nicht singen kann. Was soll ich dazu sagen. Ich mag den Style und vor allem die Inhalte der Spice Tunes. Werde auch vermeiden zu erwähnen, dass er der Bruder von Spanner Banner und Pliers ist, hoppla: jetzt ist es mir doch passiert. Ich hab´s ja gesagt:-) Nicht so schlimm, wäre später sowieso geschehen, da die drei ja einen gemeinsamen Tune »Baby Face« auf dem Album haben. Doch von Anfang an:

»Rise…get up…rise…stand up…clean up your heart and come!“ Diese Zeile gehören zu »Get up« dem eröffnenden Lied des Albums. Los und rein »In the streets to Africa«, ein sehr schöner Herz reinigender und erhlicher Tune. Danach folgt das von Bobby Konders produzierte »Open the door«, das ebenso wie das folgende Lied »Youth Dem Cold« schon aus früheren Zeiten bekannt sein dürfte.

Das soll jetzt aber nicht negativ ausgelegt werden, denn gerade diese Lieder schaffen einen nahtlosen Anschluss von Richie Spices erstem Album zu eben diesem. Richie Spice bringt saubere Lyrics aus seinem Kopf ins Mikrofon. Zum Beispiel in »Youths Dem Cold«: »in the streets it’s getting hot and the youth dem a get so cold, searching for food for the pot, they’ll do anything to fill that gap.«

Youths Dem Cold Video:

Auf einmal höre ich den Hills Joseph aus den Boxen singen. Ja, ja, alter Hut, überall schon geschrieben, Joseph Hill, ja genau der Joseph Hill… Gemeinsam singen Richie Spice und Joseph Hill »Digital Ways«. Aber das wissen die meisten von euch bereits.

Mit »Groovin my Girl« könnte es sich ebenso wie vor nicht allzu langer Zeit mit »Earth A Run Red« verhalten ( ich glaube ca. vor 3 Jahren?:-)). Der Tune wurde schon 1996 zum ersten Mal veröffentlicht. Und nun? Ja, nun hoffe ich dass er bald wieder in die Dancehalls kommt und ähnlich wie »Earth A Run Red« sein Revival erleben darf.

Wer sich die Limited Edition des Albums holt kommt noch in so allerlei Zusatz Genuss, denn es gibt noch eine DVD als Bonus dazu. Darauf gibt es noch einiges zu sehen und zu hören. Der Richie stellt seine Heimat Rockhall vor. Zu Wort kommen dabei auch seine Mutter und seine Brüder. Dann ein kurzer Schwenk und schon ist man im 5th Element Yard angekommen. Dort, wo angeblich immer das Feuer brennt. Und weil wohl Feuer der Ursprung von allem ist haben sich Richie Spice und seine Kollegen zu einem »Unplugged Konzert« direkt vor dem Studio eingefunden. Zwei Nyabinghi Trommeln, eine Gitarre, eine hervorragende Background Sängerin Etana und, ja, natürlich der Richie. Der jamaikanische Stil ist auch hier unübersehbar. Da fährt mal ein Auto durchs Bild, mal zwei, dann ein Bus, egal, die Musik passt auf jeden Fall. Dann gibt es noch drei Musikvideos zu sehen, »Open the door«, »Youth dem cold« und »Brown Skin«.

DVD Vorschau von VP Records

Das einzige was aus meiner Sicht nicht hätte sein müssen ist Richie Spice verkleidet als »Zulu Krieger« im CD Cover. Aber das ist nur Geschmackssache. Und sicherlich wird das erste unter VP Records veröffentlichte Spice Album auch ein noch grösseres Publikum erreichen als »Spice in your life«. So long, »Rise…get up…rise…stand up…clean up your heart and come!“

Tracklist:
01. Get Up
02. Open The Door
03. Youth Dem Cold
04. Babylon A Gwaan
05. Digital Ways (feat. Joseph Hill)
06. Sunny Day
07. Baby Face (feat. Spanner Banner & Pliers)
08. Uptown Girl
09. Brown Skin
10. Groovin my Girl
11. High Grade
12. Mind Off Of Me
13. Take It Easy
14. Can´t Stop Loving Jah
15. Motherland Calling

Und zum Ende noch eins Unplugged auf die Ohren:

Brown Skin Unplugged

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