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Jahcoustix at Yaam Berlin


Jahcoustix Yaam - copy 2007 franZion -  reggae magazin revolutionAm 12.1.2007 machte ich mich auf den Weg nach Berlin und war bereits voller Vorfreude auf das am Abend stattfindende Konzert von Jahcoustix und seiner dubiosen Nachbarschaft. Offizieller Beginn sollte 22 Uhr sein. Wie einige Konzertgänger unter euch vielleicht auch schon bemerkt haben, sollte man das aber nicht immer so genau nehmen…

Es war also noch genügend Zeit, im Yaam umherzuschlendern, das wirklich eine tolle Location mit besonderem Flair ist. Jeder Reggaeliebhaber und natürlich auch jede Reggaeliebhaberin sollte bei einer Tour durch Berlin dort unbedingt mal vorbeischauen. (heißer Tipp!;)

Ziemlich schnell entdeckte ich die Baobab Family, die mit einem Info- und Verkaufsstand im Yaam vertreten war. Hier konnte man etwas über ihre Projekte, mit denen sie Straßenkindern und allein erziehenden, obdachlosen Müttern in Kenia ein besseres Leben ermöglichen, erfahren. Außerdem wurden Produkte der Baobab Family (Schmuck, Luffaschwämme, Öllampen,…), die zum Teil in der eigenen »Baobab Family Produktion« hergestellt werden, von 3 netten jungen Mitarbeiterinnen zum Verkauf angeboten.

Jahcoustix Yaam - copy 2007 franZion -  reggae magazin revolutionJahcoustix, der selbst einige Jahre in Kenia lebte, ließ es sich nicht nehmen sein Publikum auf das Baobab Familien Projekt aufmerksam zu machen. Er bat um Unterstützung, die vor allem für den Aufbau eines kleinen Kinderdorfes in Homa Bay, dringend benötigt wird.

Support für Jahcoustix war an diesem Abend James Kakande. Auf der Bühne saßen 2 Männer mit ihrer Gitarre, die auf mich einen sympathischen Eindruck machten und auch versuchten mit den Leuten zu agieren. Obwohl sie offensichtlich Musiker von ganzem Herzen waren, konnten sie meine Stimmung jedoch nicht wirklich aufheizen.

Das ist bei einem Jahcoustix Konzert für mich auch nicht unbedingt nötig. Seit ca. 3 Jahren habe ich schon so einige Auftritte von ihm erleben dürfen und wurde nie enttäuscht. Jahcoustix verbreitet einfach jedes Mal unglaublich positive Vibez. Dabei singt er nicht nur von »Sonnenschein«, sondern auch darüber, dass das Leid viele Menschen – egal ob arm oder reich – trifft. Einige leiden an Hunger, während andere z. B. unter Einsamkeit leiden. Es gibt Menschen, die leiden sogar in glücklichen Situationen… Man sollte nicht alles als selbstverständlich hinnehmen und dankbar für das sein, was man hat. So lautet seine Message.

Jahcoustix Yaam - copy 2007 franZion -  reggae magazin revolutionJahcoustix spielte mit seiner Band Dubios Neighbourhood überwiegend Songs des neuen Albums »Grounded«. Mit dabei waren u.a. »Stepping Forward«, »Hot Stone« und »Musical Soldier« (eines meiner Favoriten). Mit dem Lied »Afreeca« zeigt er seine Dankbarkeit für die Erfahrungen und die Freundschaften, die er in diesem Land gewinnen konnte. Aber auch Titel von den zwei vorherigen Alben »Souljahstice« und »Colourblind«, wie z. B. »Uprise & Shine« und »Wellenreiter«, der für viele zum Ohrwurm geworden ist, fehlten nicht.

Eine kleine persönliche Beschwerde habe ich dennoch – kein »Baby I’m sorry«! Für alle, die sich jetzt fragen, was ich damit sagen möchte; das ist ein Bluessong, auf den ich total abfahre (erbliche Vorbelastung). Also Jahcoustix, fürs nächste Mal: »Spiel mir bitte den Blues, Baby«! ;o)

Meine Aufforderung an euch:
Haltet Ausschau, denn Jahcoustix ist zurzeit on Tour – sicher auch in eurer Nähe. Besucht ein (oder mehrere) Konzert(e) von ihm und genießt ein wunderschönes Musikerlebnis mit peaceful Vibez.

In diesem Sinne
»SALAM ALEIKUM«

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3 Kommentare bisher ( Kommentar schreiben )

  1. 1

    Ray meint dazu am

    25.01.2007 um 16:03 h


    Als ich Jahcoustix das letze Mal sah (im Oktober als Martin Jondo Support) hat mich etwas genervt, dass Dominik sich dem Trend fügt, die Liedansagen im jamaikanischen Patwah zu machen. Bei deutschen Künstlern fühlt sich das meist gespielt an und für mich verliert die Show dann etwas an Authentizität.

    Trotzdem freue ich mich auf Jahcoustix und den Support am Samstagabend. Dann werden die Vibes nämlich in Lindau vergeben. :)

  2. 2

    Ray meint dazu am

    28.01.2007 um 15:12 h


    War sehr sehr cool dort und auch die Sache mit Authenzität war während des Konzerts vergessen. :)

    In Lindau spielte Jahcoustix auch »Baby I’m sorry« (wohl auf Wunsch eines Zuhörers) unter der Message »You don’t have to be blue to play the blues«. Diee ist aber beim Publikum scheinbar doch nicht so ganz rübergekommen… ;)

  3. 3

    franZion meint dazu am

    31.01.2007 um 12:34 h


    hey ray,
    schön, dass du deine meinung und erfahrung zu diesem artikel preis gibst!

    mich wundert ein wenig, warum dir die »patois-ansagen« bei jahcoustix nicht gefallen, aber bei martin jondo anscheinend schon. das thema, warum deutsche artists auf ihren konzerten meist nur patois sprechen, wurde schon oft diskutiert… wenn du auch lust zum »quatschen« hast, dann schau doch mal im »reggae town forum« (www.reggae-town.de) vorbei!

    p.s.: ja, leider ist »baby i’m sorry« nich grade ein »publikums-favorit«... aber ich liebe diesen song! schön zu wissen, dass jahcoustix auch auf »hörerwünsche« eingeht :o)

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