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Ital is Vital – 2!


frisches_gemuese ital is vital 2 - reggae magazin revolutionEssentiell in der Ital Küche, und so beginnen wir Teil Zwei unserer »Ital is vital« – Reihe, ist biologisch angebautes Obst und Gemüse! Warum biologischer Anbau? Weil alle chemisch gedüngten und gespritzten Obst- und Gemüsesorten zu viele Gifte enthalten, die den natürlichen Organismus beeinträchtigen. In welcher Weise sie beeinträchtigen, also die Balance aus dem Gleichgewicht bringen liegt wieder an der individuellen Voraussetzung und Konstitution, sowie dem Lebensstil des Einzelnen.

Denn was bringt das gesündeste Essen, wenn es im Halbdunkeln vor dem Fernseher hineingeschlungen wird? Essen selbst ist eine spirituelle Handlung, die Konzentration und Bewusstsein voraussetzt. Schon das Aussuchen der richtigen Nahrung spielt in diese Handlung mit hinein.

Wenn die Nahrung gekocht wird, sollte dies ebenso bewusst und konzentriert geschehen. Im Gegensatz zum Rohköstler ist der Einsatz des Kochtopfes noch Gang und Gebe in Rasta Kommunen. Vereinzelt sind wohl auch hier Rastafarians zu finden, die sich auf ausschließliche Rohkost fixieren, aber gekocht wird schon, bei Mama daheim und sonst. Wenn auch schonend mit wenig Wasser, so dass die Vitamine nicht alle »totgekocht« werden. Denn bekanntlich entweicht ja das Leben bei zu großer Hitzeeinwirkung. Oder kann man in einem verbrannten Menschen noch einen Funken Leben entdecken? Ist in einer weichgekochten Karotte noch ein Vitamin übrig? Ist ein muskulöser, drahtiger und flexibler Körper nicht vitaler, als ein schlaffer, weicher, lappriger und spröder Körper? Also entsprechend, ist das Feuer, das von Innen kommt dasjenige, welches aufbauend und expandierend als Energie wirkt, und das was von Außen kommt, verzehrend und verbrennend? Kennen wir ja schon!

Schon im Hauswirtschaftsunterricht, sofern man mal die Gelegenheit hatte einen zu besuchen, lernt man wo angeblich die meisten Vitamine einer Frucht stecken. Nämlich unter der Schale. (Was viele Lehrerinnen aber dann doch nicht davon abhielt die Kartoffeln gleich anschließend schälen zu lassen.) Also eigentlich zwischen Schale und »nackter« Frucht. Aber ist es nicht so, dass man eh noch nicht alle Vitamine und Wirkstoffe, die in Obst und Gemüse wirken, entdeckt und aufgeschlüsselt hat? Kann man Vitamine sehen? Kann man das Leben sehen? Die Energie, die Organismen am Leben hält, ist das ein Ding, oder ein Prinzip? Ein Bewusstsein oder eine Sache, wie die Frucht selbst?

Da haben wir es wieder. Was ist diese Energie, die etwas am Leben erhält, so lange, bis der Träger nicht mehr konstitutionell fähig ist, diese Energie zu speichern und zu halten? Diese Energie, die wir mit der Nahrung zusätzlich aufnehmen, um sie zur Unterstützung unserer körpereigenen Energien zu verwenden. Sie ist das Wichtigste an und in der Nahrung und wenn sie zu gering ist, wirkt sich das auf unseren eigenen Energiehaushalt aus. Jah Energy! Nicht wenn die Nahrung zu gering ist, nein, wenn der Energiegehalt der zu sich genommenen Nahrung zu niedrig ist. Denn selbst Fettleibige Menschen leiden an Energiemangel, also kann die Quantität nicht den gewünschten Effekt erzielen, sondern die Qualität. Wie bei fast allen Dingen des täglichen Lebens, denn Alles hängt mit Allem zusammen.

Das Salz ist bekannt für seine zersetzende Wirkung. Salz frisst sich den Weg frei, es wirkt nahezu ätzend, in einem individuellen Rahmen. Das ist eine persönliche Ansichtssache, die möglicherweise von dem ein oder anderen Ernährungswissenschaftler »widerlegt« werden kann, wie so vieles, aber wer »Augen hat zu sehen, und Ohren zu hören«, der verlässt sich auf seine eigene Erfahrung. So wie es auch schon die »Alten« taten wenn sie proklamierten: »Salz zieht Wasser!« Salz ist tot und anorganisch und verhindert durch Bindung großer Mengen Wasser, dass das lebenswichtige Kalium in die Zelle eindringen kann.

Außerdem schädigt, laut Helmut Wandmaker und vieler sogenannter Ernährungsberater, der hohe Salzkonsum die Nieren. Fragt sich nur, warum Salz als Gewürz trotzdem so beliebt ist. Vielleicht weil es den öden, ausgekochten Geschmack des »Kochtopf-Essens« überspielt? Salz ist als organische Substanz in seiner jeweiligen natürlichen Form in ausgewogenen Anteilen in der Nahrung schon enthalten. Wow, dreimal das Wort »In«, grammatikalisch fatal, aber symbolisch ganz tauglich. Denn der »IN-halt« ist immens wichtig. Sei es Pflanze, Tier oder Mensch.

Hier sei nun ein Ausschnitt aus der Ernährungsdoktrin für Rastafarians aus Girma Gebre Selassie´s Buch »Babylon muss fallen!« zitiert (ISBN 3-88631-207-0/Raymond Martin Verlag):

Kein: Speck, Pökelfleisch, Käse, Hähnchen, Eier, Fisch, Schinken, Fleisch, Pasteten, Salz, Sardinen
Keine Weißmehlprodukte: Brot, Korithenbrötchen, Kuchen, Knödel

Keine alkoholischen Getränke: Bier, Brandy, Gin, Wein, Whisky, Starkes Porter Bier (Stout), Rum, wie alle sonstigen Getränke, die Alkohol enthalten
Keine Getränke: Kakao, Kaffee, Milch, Sodawasser, Coca Cola, Fanta und alle, die aus Amerika kommen!

Wenn ein Rastafarian Abneigungen gegen bestimmte Nahrungsmittel hat, sehr großen Hunger und keinen anderen Ausweg sieht, übersehen die Anderen meist »kleine Vergehen«, damit sie dem freien Willen und den individuellen Bedürfnissen ihrer Mitglieder genügend Raum geben. Derjenige muss das mit Jah allein ausmachen. Und komischerweise ist Kaffee in Äthiopien ein Nationalgetränk. Es geht hier auch wieder um den bewussten, maßvollen Umgang mit der Nahrung.

Spezifischer wird es dann, wenn Dr. Oliver Hall, Ital Esser aus England, gewisse Essenszusammensetzungen erklärt:

1. Ungekochter weißer Kohl, Spinat, Radieschen, frischer Spargel, Pastiniak, ungeschälte Gurken, rote Karotten, Wasserkresse, Kopfsalat, Zwiebeln und Rüben gehören zu der Chlorin-Nahrung. Denn Chlorin ist ein Zerstörer der Gifte. Die Präsenz von Paradontose, der Bright´schen Krankheit (?) und Fäulnis ist immer ein Zeichen von mangelndem Chlorin. Chlorin ist auch eine gute Hilfe bei der Reinhaltung des Darmes.

2. Alle belaubten Blattgewächse – wie Tomatengrünkost, Wassermelonen, Schlagwurzeln, Schweizer Mangold, Wasserkresse, Senf und Petersilie sind Quellen des Calciums. Mangel an Calcium ruft langsame Blutzirkulation und Verstopfung hervor.

3. Äpfel, Kartoffel, Kohl, Bohnen, Gerste, Hafermehl, Pflaumen, Orangen und Kokosnüsse enthalten Magnesium. Magnesium ist ein natürliches Abführmittel. Nahrung, die Magnesium enthält ist wichtig für den Menschen.

4. Organisches Eisen, Sulfat, Sodium und all das, was der Körper braucht, befindet sich in natürlicher Nahrung. Die Essenszubereitung muss auch durch lebendige organische Mineralien ergänzt werden.

So ist Rasta der Meinung, für das Leben zu essen, nicht für den Tod. Wichtig ist der Aspekt der Reinheit. Rein, nicht im »westlich-zivilen« Sinn mit klinisch und antibakteriell, sondern frei von künstlichen, anorganischen, toten Dingen. Der Kontakt zum Essen, durch das Essen zur Energie. Daher ist es zwar zu begrüßen, wenn Rastafarians, die Arzt oder Ernährungswissenschaftler studiert haben, die Vorschriften auch noch fundiert belegen und begründen können, aber sie sind nicht notwendig um irgend eine Rechtfertigung für ein erprobtes Ernährungssystem zu geben, das direkt von Jah kommt.

Die Ernährung hat also auch analog etwas mit der spirituellen Seite zu tun, denn das eine schließt das andere ein. Auf Fleisch sollte also insgesamt verzichtet werden, nicht nur, weil das Tier ein Lebewesen Gottes ist, das beseelt auch ein individuelles Schicksal hier auf Erden hat, welches respektiert werden muss, sondern auch weil es bekanntlich ungesund für den natürlichen, menschlichen Organismus ist, wenn man trotz Vorhandensein von genügend pflanzlicher Nahrung, altes, tagelang in Verkaufstheken und Regalen gelagertes Fleisch isst. Nur weil die Nachteile schleichend und langsam sich anbahnen, fällt den Meisten schwer diesem Argument zu folgen.

Helmut Wandmaker schlägt vor, wenn man der Meinung wäre ein Karnivore (Fleischesser) zu sein, solle man doch Mahl für Mahl, roh und frisch, die gerade erwischten Hasen, Hühner, Kälber oder Ochsen versuchen zu vertilgen. Mitsamt Blut, Innereien, Knochen, Knorpel und Gehirn. Bis auf das Eiweiß hat das Fleisch einen Mangel an fast allen Nährstoffen, doch auch der letzte Vorteil wird durch die Hitzebehandlung zunichte gemacht. Das Eiweiß gerinnt so und wird schwer verdaulich. Außerdem fehlen uns Reißzähne und Klauen, unser Darm ist länger und uns fehlen bestimmte Enzyme um Gifte, wie z.B. die Harnsäure, vollständig abbauen zu können. Tierfleisch bestimmter Arten kommt dem Menschenfleisch sehr Nahe. Wir essen aber keinen Menschen, die Meisten jedenfalls. Warum?

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