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Baobab Family


Baobab Family Logo - reggae magazin revolutionAlles begann damit, dass Andreas Triebel 1994 eine Reise durch die Welt unternehmen wollte. Diese endete jedoch relativ schnell in Kenia, da er von dem Land sofort beeindruckt war. Andreas Triebel lebte über 2 Jahre in Kenia, lernte viele Menschen kennen und schloss Freundschaften. Wieder zurück in Deutschland, wurde ihm bewusst, wie sehr ihn der Aufenthalt geprägt hatte.

In Kenia gibt es erschreckend viele Straßenkinder, die entweder keine Eltern mehr haben oder von Zuhause weg mussten, weil es vor allem bei großen Familien oftmals nicht genügend Essen für alle Angehörigen gibt. Er hatte das Gefühl, diesem Land bzw. den dort lebenden Menschen etwas geben zu wollen und auch zu können. Nach der Gründung einer eigenen kleinen Landschaftsgärtnerei war es ihm finanziell möglich, einen Ort zu schaffen, der Not leidenden Menschen eine Unterkunft und neue Perspektiven bietet.

Andreas Triebel ist Gründer und 1. Vorsitzender des Baobab Familien Projekt e.V. Ein Verein, der sich speziell um alleinerziehende Mütter, Straßenkinder und die HIV-Prävention in Kenia kümmert. Nach dem Grundsatz »Hilfe zur Selbsthilfe« will er diesen Menschen langfristig die Möglichkeit eröffnen, unabhängig und selbständig in der Gesellschaft zu bestehen.

Das Projekt startete im Jahr 2000 und wurde 2001 von deutscher Seite aus als gemeinnütziger Verein anerkannt. Seitdem ist der Verein das finanzielle und rechtliche Rückgrad aller ehrenamtlichen Aktivitäten und Events.

Im Oktober 2005 erfolgte dann die offizielle Registrierung in Kenia als NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) und somit die Anerkennung als Hilfsprojekt. Dieser Schritt dauerte fast 5 Jahre, da die Zusammenarbeit mit den kenianischen Behörden oft sehr mühselig ist und ohne Schmiergelder alle Prozesse viel langsamer laufen. Korruption ist in Afrika ein großes Thema und wenn Projekte aus dem Ausland finanziert werden, halten die Behörden gerne die Hand auf. Weil die Baobab Family jedoch strikt dagegen ist, Spendengelder in dunkle Kanäle zu werfen, setzt sie lieber auf einen langen Atem. Trotz vieler Probleme kann die behaupten, die Korruption in Kenia nicht unterstützt zu haben und werden dies mit Sicherheit auch in Zukunft nicht tun.

Der Projektname »Baobab« stammt vom gleichnamigen Lebensbaum, dem Affenbrotbaum. Dieser sammelt während kurzer Regenzeiten Wasser für Dürreperioden, bietet Menschen Nahrung, Baustoff, Kleidung, Medizin und Schutz. In seinem hohlen Stamm kann er ganzen Familien Obhut bieten. Er wächst langsam, aber wurzelt fest und hat die Kraft, lange Trockenzeiten zu überdauern. Im Projekt steht der Baobab für das Gedeihen einer Vision, langfristige und wirksame Entwicklungshilfe zu leisten.

»Baobab Family Children’s Home« – Ein Kinderhaus in Mikindani (Vorort in Mombasa)
Baobab Family Haus Mikindani - reggae magazin revolutionIm März 2001 legte Andreas Triebel den Grundstein für ein Mutter-Kind-Haus in Mikindani, das Straßenkindern und obdachlosen, allein stehenden Müttern nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch eine Zukunftsperspektive geben soll. Bisher konnten dort 30 Jungen ein behütetes Zuhause finden. Das so genannte »Baobab Family Children’s Home« bietet Platz für mindestens 30 weitere Kinder, für die jedoch noch Paten gesucht werden. Die Heimbewohner erhalten eine Schulbildung und die Möglichkeit, ein geregeltes und faires Einkommen zu beziehen, um somit eine eigene Existenz aufbauen zu können. Die Mitarbeiter im »Baobab Family Children’s Home« kümmern sich u. a. um die Versorgung mit Lebensmitteln und um die medizinische Betreuung.

rama issa - baobab family project - reggae magazin revolutionRama Issa
Age: 6
Sex: Male
Nationality: Kenyan

My name is Rama and I come from Mombasa. My mother was single and she passed away when I was 5 months old. My grandmother took care of me. She was poor and it was difficult for her to cater for my upkeep. As such, I started staying with my grandmother’s friends. They were not friendly, they made me fetch water and do many other household jobs. Teachers from baobab children’s home visited me and they took me in the project. They also took me to school. I now know how to count numbers.

mwende muasya - baobab family project - reggae magazin revolutionMwenda Muasya
Age: 11 years
Sex: Male
Nationality: Kenyan

My name is Mwendwa Mwasya and I come from Shimba hills. My father died and my mother is sickly. My mother was unable to support us and we dropped out of school. My case was presented to baobab children’s home that took me and started taking care of me. I now go to school with my friends from the project.

john amoi - baobab family project - reggae magazin revolutionJohn Amoi
Age: 17 years
Sex: Male
Nationality: Kenyan

I am John Amoi and I come from Vihiga in western. My parents separated and left us under custody of my grandmother who was poor. She was not able to take care of us and I had to sell water to our neighbours to feed my siblings. I sometimes had to collect old bottles and scrape metals from the streets and sell them. A well-wisher presented our case to Baobab children’s home who rescued us. Baobab children’s home now takes care of us and am now in school. God bless Baobab children’s home.

Das Leben der Straßenkinder in Kenia
strassenkinder kenia - baobab family - reggae magazin revolution»Einige von uns leben schon im Alter von 6 Jahren auf der Straße. Den ganzen Tag versuchen wir, etwas zum Essen zu erbetteln. Wenn das nicht klappt, werden Mülltonnen durchsucht oder etwas auf dem Markt geklaut. Falls das auch nicht funktioniert, lehnt man sich an eine Hauswand und versucht zu schlafen. Nach zwei Tagen ohne Essen ist das aber ziemlich schwierig. Mit knurrendem Magen kann man nicht einmal mehr schlafen. Die meisten Straßenkinder schnüffeln deshalb auch Klebstoff. An Klebstoffreste kommt man in Mombasa fast überall und wenn man sie in eine Tüte oder eine Plastikflasche packt und daran riecht, wird einem ganz komisch im Kopf. Man merkt dann für eine Weile nicht mehr, dass man Hunger hat.«

»Baobab Family Children’s Village« – Ein Kinderdorf in Homa Bay
In diesem Jahr machte ein Kenianer der Baobab Family ein großzügiges Geschenk. Er stellte ihnen ein über 30.000qm großes Grundstück in Aussicht. Darauf soll ein kleines Kinderdorf mit einem Haupthaus und mehreren Schlafhäusern für jeweils 10 Kinder entstehen. Es werden dort Mädchen aufgenommen, die ohne ihre Eltern aufwachsen müssen. Die Baobab Family will ihnen damit ein Leben fern ab von Bettelei und Prostitution ermöglichen.

Klebstoff schnüffeln oder andere Drogen gehören auch bei diesen jungen Mädchen oft zum Alltag. Genau wie in Mikindani sollen die neuen Heimkinder in Homa Bay in den ersten Wochen entgiftet und langfristig medizinisch und seelisch betreut werden.

Durch die Größe der Grundstücksfläche bietet sich die Gelegenheit mittels einer eigenen Landwirtschaft das geplante Kinderdorf von Anfang an zu großen Teilen selbständig zu machen. Das alles kann jedoch nur verwirklicht werden, wenn alle Bau- und späteren Betriebskosten im Vorfeld gedeckt sind. Um dieses neue Projekt finanzieren zu können, wurde die Idee eines Musik Samplers erarbeitet.

Baobab Family & Friends – Sampler
Schon seit den frühen Anfängen ist das Wachstum der Baobab Family deutlich von Musik mitgeprägt und unterstützt worden. Bereits im ersten Jahr der Vereinsgründung gab es ein Benefizkonzert in München. Bei manch einem finanziellen Engpass der Vergangenheit konnte das Projekt teils nur mit kurzfristigen Benefizkonzerten überleben und weitere Helfer finden. Eine enorme Entwicklung kam mit den ersten direkten Ansprachen durch Jahcoustix. Der Reggaesänger sprach von sich aus bei Konzerten die Menschen an und bat um Unterstützung für das Projekt.

Mit dem Gedanken eine eigene Musik Sampler CD zu pressen, geht ein langjähriger Traum der Baobab Family in Erfüllung. Größtenteils werden Musiker aus dem Bereich Reggae und Dancehall darauf vertreten sein. Zusagen gibt es u. a. von Jahcoustix, Culcha Candela, Martin Jondo, und Jamaram. Weiterhin wird Notjo Ndogo dabei sein, eine kenianische Sängerin, die zusammen mit Hassani, eines der Heimkinder, singt.
Der gesamte Reinerlös geht zugunsten des geplanten »Baobab Family Kinderdorfes« in Homa Bay.

Baobab Family HIV Prävention und Hilfe
Seit mehr als 20 Jahren verbreitet sich auf der Welt eine Krankheit, deren Name inzwischen zu einem Synonym für unendliches menschliches Leid wurde: AIDS. Mehr als 40 Millionen Menschen tragen bereits das HI-Virus in sich. Fast 95% der Betroffenen leben in Entwicklungsländern, davon mehr als drei Viertel allein in Afrika.

Da es nicht ausreichend ist, nur die Symptome zu behandeln, hat der Verein auch eine eigene HIV-Aufklärungskampagne ins Leben gerufen. Diese wird in erster Linie durch präventive Aktionen, aber auch durch emotionalen Beistand umgesetzt. Dabei gehen selbst an Aids erkrankte Mitarbeiter der Baobab Family in die Slums, um gemeinsam mit den Betroffenen Möglichkeiten zu entwickeln, ein eigenständiges Leben führen zu können. Die Baobab Family steht ihnen außerdem auch mit finanziellen Mitteln zur Seite.

Die Baobab Family Produkte – Überleben mit Handwerk und Kunst
baobab family produktion giesskanne - reggae magazin revolutionUm Arbeitsplätze für HIV-Kranke und Straßenmütter zu schaffen, gründete die Baobab Family eine eigene Produktion. Anfangs wurden aus alten Dosen Öllämpchen und Gießkannen hergestellt. Mittlerweile hat sich das Angebot auf 15 Artikel (z.B. Schmuck, Kunsthandwerk, etc.) vergrößert und wächst ständig weiter. Seit der Gründung des Baobab Ebay Teams im August 2006 werden diese Produkte auch im Internet versteigert. Besonderen Anreiz haben hier Artikel, die auf Benefizkonzerten von Künstlern signiert wurden.

Durch dieses Projekt ermöglicht die Baobab Family HIV-Kranken und obdachlosen Menschen eine feste Anstellung und ein geregeltes Einkommen. Vor allem für die Aidserkrankten ist dies extrem wichtig, da der ohnehin schon durch die Immunschwächekrankheit entkräftete Körper dringend genügend Nahrung braucht. Ansonsten verträgt er die Medikamente nicht und der Tod ereilt die Betroffenen noch früher.

Wer eines dieser Produkte kauft, kann nicht nur Freunden oder sich selbst eine Freude bereiten. Auch aidsinfizierte Menschen in Mikindani werden glücklich darüber sein, wenn man ihre Arbeit würdigt und zur Sicherung ihres Arbeitsplatzes und somit ihres Lebensunterhaltes beiträgt.

Eine alte afrikanische Weisheit lautet: »Glücklich zu sein, ist besser als König zu sein«.

Es gibt viele Möglichkeiten das Projekt zu unterstützen.

Wer will kann…
1. »Mitarbeiter im Baobab Family Team werden«:
http://www.baobab-family-project.org/Mitarbeit.8.0.html
Im virtuellen Internet-Büro werden wichtige Entscheidungen getroffen und alle Events organisiert.
2. mit einem Beitrag von nur 5€ im Monat Mitglied werden (für Schüler bereits ab 3€)
3. ab 30€/Monat die Patenschaft eines Heimkindes übernehmen (auch Schulpatenschaften)
4. Baobab Family Produkte oder den Baobab Sampler (noch nicht veröffentlicht) kaufen und damit die Errichtung eines Kinderdorfes fördern.
5. Kontakte herstellen. Zum Beispiel mit Firmen, die Interesse hätten eine Mustersolaranlage im neuen Kinderdorf einzurichten oder Brunnenbohrungen durchzuführen.
6. Einmalige Geldbeträge oder auch Sachen spenden.
7. Sponsor werden oder werben
8. Als Künstler (Musik, Kleinkunst, Dichtung) an der 1€-Aktion teilnehmen. Bei Konzerten/ Veranstaltungen kommen – zugunsten des Baobab Family Projektes – pro Gast 1€ auf den festgelegten Eintrittspreis, dazu.
9. Als Ladenbesitzer, Internetshop- oder Standbetreiber Baobab Family Produkte verkaufen.
10. Einen Link auf die Homepage www.baobab-family-project.org setzen oder anderweitig auf das Projekt hinweisen.

Die Mitarbeiter des Projektes sind sehr engagiert und haben einfach Freude daran, anderen Menschen zu helfen und ein besseres Leben zu ermöglichen. Hier kann man wirklich sicher sein, dass Spenden auch direkt bei den Notleidenden ankommen!

Und denkt daran:
»Jede gute Tat macht sich bezahlt!!!«

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