Es war November 2002 als mir der kleine Mann mit der großen Stimme zum ersten Mal auffiel. Eigentlich als Merchandiser auf der damaligen Journey to Jah Tour von Gentleman mit dabei, bekam Martin Jondo die Chance einige seiner selbst kreierten Songs dem Publikum vorzuführen. Es gelang ihm, mit einer Akkustikgitarre und seiner einzigartigen Stimme, die Leute zu faszinieren und in Stimmung zu bringen.
Fast 4 Jahre später steht Martin Jondo im Rahmen seiner ersten Headliner Tour mit der Backing Band Ruffcats auf der Bühne. Im Postbahnhof Berlin lieferte er seinen Fans am 22.10.2006 ein grandioses Abschlusskonzert der Echo & Smoke Tour.
Supported by Axl Makana; dem ehemaligen Leadsänger von Mutabor, die sich als Band im Sommer 2006 mit einem Konzert in Berlin vom Publikum verabschiedeten. Axl Makana singt – von Akkustikgitarre und Loop-Station begleitet – über Schicksal, Schokolade und andere süße Verlockungen des Lebens. So wurde er seiner Rolle als »Heißmacher«, wie er sich selbst betitelte, gerecht. Makana beschreibt ein ekstatisches Hochgefühl kollektiver Verbundenheit durch Einwirkung von Musik. Nicht nur durch den gleichnamigen Song, konnte er an diesem Abend ein Stück dieses Hochgefühls im Postbahnhof verbreiten.
Was Martin Jondo danach im Publikum auslöste, nennt man dann wohl »Riesen-Makana«. Im Ernst, es lag eine unbeschreibliche Stimmung in der Luft, die vor positiven Vibes nur so sprühte. Mit einem kurzen vom Ska beeinflussten »Rise up Mix« stimmte er die Massive ein, die eigentlich von Anfang an auf Hochtouren war. Martin Jondo hatte alle Sympathien auf seiner Seite und war von dem Feedback sichtlich beeindruckt und erfreut. So gab es eine musikalische Reise durch »Rainbow Warrior« (EP), »Are you really waiting« (EP) und »Echo & Smoke« (Album). Die Publikums-Favoriten »Rainbow Warrior« und »Jah Gringo« wurden von allen lautstark mitgesungen, so dass ich teilweise Probleme hatte, Martins Stimme oder die Musik rauszuhören.
Als Special Guest betrat dann noch Mellow Mark die Bühne. Zusammen heizten sie mit »Mr. Bloodhunter« und »Foundation« den Soulschwestern und –brüdern ordentlich ein. Auch die Ruffcats, die diesmal gleich mit 3 starken Backgroundsängerinnen am Start waren, haben die Konzertbesucher begeistert und ernteten verdienten Jubel und Applaus.
Es schien, als wollte die Massive ihren geliebten deutsch-koreanischen Reggaebotschafter gar nicht mehr gehen lassen. Nach einer Zugabe mit den Ruffcats hatten die Leute noch immer nicht genug und so kehrte Martin Jondo erneut mit seiner Akustikgitarre auf die Bühne zurück. Gemeinsam singend mit seinen Fans, klang ein wunderschöner Konzertabend aus.
Mit seiner durch Rebellentum, Consciousness und Spiritualität geprägten Musik möchte Martin Jondo zu mehr Respekt, gegenseitiger Achtung und ständiger Wachsamkeit gegenüber dem Geschehen in der Welt aufrufen. Man merkt, dass es ihm nicht darum geht, so viele Platten wie möglich zu verkaufen oder berühmt zu werden. Martin Jondo lebt seine Musik und versucht damit die Herzen der Menschen zu erreichen. Live ist er ein wirklich tolles Erlebnis, das unter die Haut geht und einen die conscious Vibes spüren lässt. Also haltet Ausschau, wann dieser charmante Soulrebel in eurer Nähe sein wird!















