Das Haus, in dem der Riddim wohnt. Ein gutes Haus. Nach den ersten beiden »Samplern« »House of Riddim Presents« und »House of Riddim Chapter 2« ist einige Zeit vergangen und die Österreicher Schmiede geht weiter und weiter. Der wahre Anlass für diesen Artikel ist meine persönliche Begeisterung für House of Riddim. Denn da steckt nicht nur Qualität dahinter, sondern sehr viel persönliche Sympathie.
Wie war das damals? Ich kann mich noch gut daran erinnern. sunOne, Sänger von Leo´s Den und Mitbegründer des revolution Magazins erzählte mir vor ein paar Jahren, dass er für »House of Riddim Presents« das Lied »Babylon Files« beisteuern darf. Also ist er nach St. Pölten zu Sam gefahren und hat den Tune eingesungen. Zurück aus Österreich dauerte es dann noch ein paar Wochen bis das Album erschienen ist. Mit dabei waren beim ersten Streich unter anderem: Conscious Fiyah, Jahcoustix, Jah Meek, Tom Lugo, Uwe Banton und weitere, hauptsächlich deutsche Artists. Vor allem Ganjamans »Komm und bleib stark« hat mich seinerzeit ganz schön geflasht und tut es heute noch.
Dann startete die erste Tour von House of Riddim. Das eigene Album wurde live auf der Bühne vorgestellt und bei jedem Auftritt waren immer wieder wechselnde Artists des Albums am Start. Ja, House of Riddim ist nicht nur Produktionsstätte verschiedenster Riddims, etc. sondern auch eine Band. Meine erste Begegnung mit Sam, Knolli, etc. war bei einem Auftritt der House of Riddim Band irgendwo im tiefsten Bayern. Lasst mich nicht lügen, ich glaube irgendwo in der Nähe von Ingolstadt. sunOne, Ganjaman, Jahcoustix und Conscious Fiyah waren auch da, eben um das erste Album zu präsentieren. Junge, Junge, das sind so entspannte Musiker, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.
Zwei Jahre später traf ich sie wieder in Nürnberg bei einem Auftritt mit Tom Lugo, Jahcoustix, etc. Und da ich bis heute nicht zu einem Interview gekommen bin, jedoch immer wieder die beiden CD´s anhöre fühlte ich mich angespornt diesen Artikel zu schreiben. Gerade weil der Output aus St. Pölten tatsächlich unaufhörlich zu sein scheint. Auf dem Album »House of Riddim Chapter II« sind im Gegensatz zum ersten Album sehr viele jamaikanische Artists zu hören. Was einmal mehr beweist, dass gute Riddims von überall kommen. Mal unter uns, wer von uns hätte bis vor ein paar Jahren noch Österreich als eine der Top Adressen im Reggae vorhergesagt? Um so erfreulicher und schöner, dass House of Riddim sich mit einer Konstanz weiterentwickeln, um uns allen damit eine riesen musikalische Freude zu bereiten.
Wer im Netz etwas recherchiert, der wird sicherlich schon die ein oder anderen Seiten zu HOR gefunden haben. Auf der myspace – Seite gibts einiges für die Ohren, ebenso wie auf der eigenen Seite www.houseofriddim.com Bis 20.12.2006 kann man auch noch für House of Riddim seine Stimme abgeben. Wo? Bei den German Reggae Awards Unter Reggae Teams findet man HOR. Das haben sie sich verdient:-)
Wer steckt jetzt alles hinter House of Riddim? Sam Gilly, das ist immer der nette Mann am Schlagzeug bei Live Auftritten. Sam ist weiterhin Produzent im eigenen Studio und ist der Mann der Riddims. Das eigene Label »House of Riddim« wird zusammen mit Adam Lukas betrieben. Zusammengearbeitet wird aber auch mit jamaikanischen Studios. Zur House of Riddim Band gehören dann noch neben Sam der Manfred Scheer, Johannes Maria Knoll (besser als Knolli bekannt) und Parvez Syed. Man sieht schon, in eine Schablone kann man House of Riddim definitiv nicht pressen. Das sollte man besser vermeiden.
Die Omnipräsenz der Österreicher ist ein Erfolgsfaktor. Aber der grösste Faktor ist der Spass, den alle Mitglieder versprühen. Musik wird eben nicht nur »produziert«, sondern gelebt. Wer schon mal in den Genuss eines Live Auftrittes (und das waren in diesem Jahr nicht wenige) gekommen ist, der weiss wovon die Rede ist. Keine Seltenheit, dass man House of Riddim auch mal 6 Stunden live auf der Bühne als Backing Band diversester Artists erlebt. Da ich selbst kein Musiker bin kann ich mir nur schwer vorstellen was es heisst 6 Stunden am Stück Gitarre, Schlagzeug, Bass, etc. zu spielen. Aber eines ist klar: Hut ab!
Durch die ständige, dauerhafte Arbeit und den andauernden Output ergaben sich viele Dinge von alleine. Kontakte zu jamaikanischen Artists entstanden, bei vielen Musikern steht House of Riddim als Top Backing Band da. Dies zeigen die häufigen Auftritte mit Marlene Johnson, Jah Meek, Ganjaman und vielen weiteren.
Mein letzter Wunsch an alle House of Riddimler. Macht weiter so und ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder. Vielleicht dann auch mit einem echten »Interview«:-) Ach ja und bevor ich´s vergesse: big up yourself!















