Wenn du inmitten vieler Menschen bist und dich trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ganz allein und eigen fühlst… Du gehst alten Gewohnheiten nach und dabei fällt dir auf, dass die gar nichts mehr mit dir zu tun haben. Es erscheint dir absurd, dass du mitten drin steckst. Die ganze Welt rückt in die Ferne und lässt dich zurück mit einem fragenden Blick…?
Sollte ich vielleicht anfangen, konsequent zu sein? Sollte ich vielleicht eine Blockhütte an einem See in Kanada bauen? Oder doch U-Bahn-Fahrerin werden? Was würde ich wohl so machen, wenn ich in der russischen Tundra aufgewachsen wäre? Wer ich wohl wäre, wenn mir die andern wirklich ganz egal wären? Echter? Weniger? Oder mehr? Gesünder womöglich? Wie ist eigentlich echt? Bist du`s?
Und dann tut dir der Kopf weh.
Du ziehst dich also raus, versuchst, das Fundament für deine Blockhütte gleich jetzt zu zementieren. Es fühlt sich erst mal gut an – bist du doch die, die sich befreit und anfängt, kreuz und quer zu gehen. Das Sofa ist groß und du füllst es ganz alleine aus. Selbst, wenn sich jemand zu dir setzen wollte – es wäre zu eng für euch beide! Und draußen läuft ein Grizzly vorbei. Braun, sehr dunkelbraun – fast schwarz.
Schwarz sind deine Gedanken. Schwarz deine Träume. Zurück will ich nicht mehr. Das mag vielleicht bequemer gewesen sein, aber… zu welchem Preis?















